kinder Schriftzug Moltkeschule

Lernen an der Moltkeschule

Mit dem Schulgesetz vom 27.06.2006 wurde die Qualitätsanalyse NRW als zentrales Instrument zur Entwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen in NRW landesweit eingeführt. Die Qualitätsanalyse entspricht dem Anliegen, Schulen in ihrer Eigenverantwortung zu stärken, ihnen Informationen als Planungsgrundlage bereitzustellen und ihnen Impulse für ihre Weiterentwicklung zu geben.

Vom 12. − 14. Mai 2013 war die Qualitätsanalyse des Landes NRW bei uns in der Moltkeschule zu Besuch. Wir freuen uns über eine sehr positive Rückmeldung.

Das Lernen an der Moltkeschule ist ganzheitlich angelegt. Neben aktiven Gesprächen, stilleren und konzentrierten Arbeitsphasen und dem handelnden Umgang mit Lernmaterialien, ermöglichen wir möglichst allen Kindern ihrem Lerntyp und Lerntempo entsprechend, Lerninhalte zu begreifen.

Im Rahmen des Gemeinsamen Lernens besuchen seit 2006 Kinder mit verschiedenen Förderschwerpunkten die GGS Moltkeschule. Im Schuljahr 2015/16 wurde die GGS Moltkeschule zur Schwerpunktschule geistige Entwicklung ernannt.

Um ein angenehmes Arbeitsklima für alle Kinder zu schaffen, ist der respektvolle und hilfsbereite Umgang mit jedem ein wichtiges Ziel unseres Sozialen Lernens. Von Beginn an werden Schüler bei Planungen oder Kinderkonferenzen u. a. in Form des Klassenrats oder des Kinderparlaments mit in das Soziale Lernen eingebunden. Die Basis hierfür bildet die Lob− und Wunschrunde, die im Laufe des ersten Schuljahres eingeführt wird.

Seit dem Schuljahr 2011/12 gibt es an der Moltkeschule Streitschlichter, die in den Pausen hilfesuchenden Kindern einen Weg zeigen, Streit friedlich und selbständig zu lösen.

Einen wichtigen Baustein des Lernens nimmt der Förderunterricht ein. Er bietet Kindern entsprechend ihres Lernfortschrittes vertiefende Hilfestellungen. Eltern können das Lernen ihrer Kinder jederzeit unterstützen. Durch die täglichen Hausaufgaben erhalten sie einen Überblick über die momentanen Unterrichtsinhalte und bekommen einen Eindruck inwieweit das Kind die jeweiligen Aufgaben bewältigen kann.

In unserer täglichen Arbeit werden Kinder des "Offenen Ganztags" bei den Hausaufgaben begleitet. In unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften (AG), haben die Schüler die Möglichkeit ihren Interessen entsprechend Angebote zu wählen.

Im Projekt Klasse 2000 können unsere Schüler wichtige Erfahrungen über den Zusammenhang von Bewegung und einer gesunden Ernährung machen.

Gemeinsames Lernen

" Eine inklusive Schulkultur wird getragen von dem Vertrauen in die Entwicklungskräfte aller Beteiligten und dem Wunsch niemanden zu beschämen (Index Inklusion S.15 von Toni Booth und Mel Ainscow)"

Werte

Das gemeinsame Lernen verfolgt das Ziel, die Aussonderung und damit verbundene Isolation von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zu verhindern. Die Basis für das gemeinsame schulische Leben und Lernen in der Grundschule sowie den weiteren zukünftigen Lebensweg bilden Toleranz und Akzeptanz. Durch alltägliche Begegnungen werden die Kinder gegenüber Stärken und Schwächen des Anderen sensibilisiert und können geeignete Unterstützung anbieten. Das Anderssein bildet kein Hemmnis, sondern eine Chance und eine Möglichkeit zur Entwicklung der sozialen Kompetenz aller Kinder.
Die Entwicklung dieser Werte benötigt Zeit, Vertrauen und gute verknüpfende Erfahrungen. Da diese nicht sofort vorausgesetzt werden können, werden sie aufbauend durch den schulischen Dialog fortschreitend unterstützt.

Grundlagen

An unserer Schule werden Kinder mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen aufgenommen. Die Kinder werden von GrundschullehrerInnen und stundenweise von Sonder-pädagogen bzw. -innen dem jeweiligen Lernstand entsprechend, z. B. in Form von äußerer bzw. innerer Differenzierung, unterrichtet. Um den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden, planen wir in unserem Unterricht offene Arbeitsformen wie Freiarbeit, Werkstattarbeit, Portfolioarbeit etc. ein, sodass alle Kinder entsprechend ihrem Lernvermögen Fortschritte machen können. Für das Gelingen des „gemeinsamen Lernens“ sind eine Zusammenarbeit und ein regelmäßiger Austausch aller an der Förderung beteiligter Personen unabdingbar.

Zielsetzung

Das gemeinsame Lernen verfolgt das Ziel, der Aussonderung und der damit verbundenen Isolation von Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf entgegenzuwirken. An ihre Stelle treten gemeinsames schulisches Lernen und gegenseitige Akzeptanz, damit alle gleichwertig geschätzt und daraus erwachsende Werte nachhaltig verankert werden können. Für Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf wird Teilhabe an der Gesell-schaft von Anfang an ermöglicht.